Real Equitation
 

Rasseportrait

Pura raza espanola

Das Spanische Pferd ist das erste “Dressurpferd” der Geschichte und Stammvater aller barocken Rassen.

Die Anfänge dieser Rasse reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. So wurde es als das "Pferd der Könige" bekannt und aufgrund seines klaren Charakters, seiner Ausstrahlung und Eigenschaften wie Mut, Eleganz und das Talent zur Bewegung bis hin zur Alta Escuela, zur Hohen Schule geliebt und geschätzt.

Diese Eigenschaften sind nach wie vor für die heutigen Anforderungen in der Zucht im Vordergrund und so wird die Pura Raza Espanola, abgekürzt mit P.R.E. seit 1912 durch den spanischen Züchterverband reglementiert. P.R.E. sind spanische Pferde mit nachgewiesener Abstammung aus anerkannten spanischen Zucht-Linien. Zur P.R.E.-Zucht zugelassen sind nur Hengste und Stuten, die registriert sind und eine Körung bestanden haben.

Traditionell sind P.R.E. ebenso wie klassische Andalusier Schimmel, aber auch Braune, Dunkelbraune und vor allem Rappen und Falben sind unter den Liebhabern sehr begehrt. Füchse hat man erst im Jahr 2003 zur Zucht zugelassen. Schecken sind nicht anerkannt.

Der Kopf eines P.R.E. ist elegant, wach und ausdrucksstark, die Ohren haben eine mittlere Größe, die Nüstern sind weit. P.R.E. haben einen guten Widerrist, eine lange, tiefe Brust und lange Schultern. Schweif und Mähne sind meist sehr üppig. Die Röhren sind fest und kurz, die Gliedmaßen sind schlank, haben aber robuste Knochen.

Die Bewegungen der P.R.E. Rasse sind erhaben, ausgreifend, gut im Takt und harmonisch und sie besitzen eine besondere Veranlagung zur Versammlung


Lusitano

Der Lusitano ist die portugiesische Pferderasse mit langer und traditionsreicher Zuchtgeschichte. Schon in Zeiten des Barock wurde diese Rasse für ihre Reitkunst geschätzt und gilt neben dem P.R.E. als die zweite verbreitete iberische Rasse, die ebenso in europäischen Königshäusern als begabtes und beliebtes Dressur- und Freizeitpferd eingesetzt wurde. Vor allem aber fanden die Lusitanos in Portugal als wendiges, mutiges und nervenstarkes Pferd ihren traditionellen Einsatz in der Equitação de Trabalho.

Heute ist der Lusitano aufgrund seiner natürlichen Veranlagung für die Lektionen der Hohe Schule ein beliebtes Dressurpferd, auch für den anspruchsvollen Turniersport. Im Grunde findet der Lusitano dank seiner Kraft und dem Mut, seiner Gutmütigkeit und Gelehrigkeit sowie seines Anmutes und edlen Erscheinungsbildes Anhänger & Liebhaber in fast allen Sparten der Reiterei. Aber aufgrund ihres kompakten, muskulösen Exterieurs eignen sie sich vor allem hervorragend für die klassisch-barocke Dressur.

Der Kopf ist gut proportioniert und weist große wache Augen und eine gerade, meist aber konvexe Nasenlinie auf. Der nicht sehr lange Hals ist sehr kräftig, setzt hoch an den langen, steilen Schultern an, die dem Lusitano wenig raumgreifende, aber umso akzentuiertere Gänge ermöglichen. Der Widerrist reicht weit in den kurzen Rücken hinein (Quadratpferd). Die muskulöse Kruppe fällt deutlich schräg zum tief ansetzenden Schweif hin ab. Die Brust des Lusitanos ist nicht sehr tief, die Rippen sind gewölbt. Seine trockenen Extremitäten sind leicht und elegant, mit eher kleinen Gelenken und einer kurzen, steilen Fesselung.